Pressemitteilung - Videospielgeschichte wird digital
Karlsruhe, 12. August 2006
Videospielgeschichte wird digital: RetroGames e.V. erhält Landesförderung zur Digitalisierung seiner Sammlung
Das Museum RetroGames in Karlsruhe gehört zu den 25 nichtstaatlichen Museen in Baden-Württemberg, die im Rahmen des Sonderprogramms „Sammlungsprofilierung durch qualifizierte Sammlungsdaten“ von der Landesstelle für Museen Baden-Württemberg gefördert werden. Mit den Mitteln lässt der ehrenamtlich getragene Verein seine Exponate professionell fotografieren und macht seine Sammlung über die Plattform museum-digital.de öffentlich zugänglich.
Das Land Baden-Württemberg unterstützt mit dem von der Landesstelle für Museen entwickelten Sonderprogramm 25 nichtstaatliche Museen bei der Digitalisierung und Profilierung ihrer Sammlungsbestände mit insgesamt rund 300.000 Euro. Kunststaatssekretär Arne Braun hob bei der Vorstellung des Programms am 26. März in Stuttgart die Bedeutung der Förderung hervor – und nannte das Karlsruher Museum dabei ausdrücklich als Beispiel: Die Unterstützung sei ein unverzichtbarer Beitrag, um das Kulturgut in Baden-Württemberg zu erhalten – „egal ob im Museum RetroGames in Karlsruhe oder im Deutschen Harmonikamuseum in Trossingen“.
Professionelle Fotografie für museum-digital.de
Mit den Fördermitteln lässt RetroGames e.V. den Großteil seiner Exponate professionell fotografieren. Die Aufnahmen entstehen in Zusammenarbeit mit Daniel Sturm von Kopfsalat Medien aus Karlsruhe. Anschließend werden die Objekte mit qualifizierten Sammlungsdaten auf der Online-Plattform museum-digital.de veröffentlicht und damit erstmals in ihrer ganzen Breite digital sichtbar – auch jene Bestände, die aus Platzgründen nicht dauerhaft ausgestellt werden können.
„Für uns ist diese Förderung mehr als finanzielle Unterstützung – sie ist eine Anerkennung dafür, dass Videospiele und insbesondere Arcade-Automaten Teil des kulturellen Erbes sind und ihre Bewahrung dieselbe Sorgfalt verdient wie die klassischer Museumsobjekte“, sagt Mario Berluti, Kurator von RetroGames e.V. „Dass unsere Sammlung nun systematisch erfasst und über museum-digital.de einem breiten Publikum zugänglich wird, ist ein wichtiger Meilenstein für unsere Vereinsarbeit.“
Stärkung der Sammlungsarbeit im Ehrenamt
Die Sammlungsprofilierung umfasst neben der digitalen Erfassung auch die thematische Zuordnung der Objekte zu den Sammlungsbereichen eines Museums – eine Kernaufgabe, die im Museumsalltag oft im Verborgenen stattfindet. Das Sonderprogramm richtet sich gezielt an Museen, die kaum über personelle und finanzielle Ressourcen für diese Arbeit verfügen. Shahab Sangestan, Leiter der Landesstelle für Museen, betonte, dass sich unter den Geförderten fünf ehrenamtlich geführte Museen befinden – ein Beleg für die Professionalität und das Engagement, mit dem sich Ehrenamtliche für den Erhalt des kulturellen Gedächtnisses einsetzen.
RetroGames e.V. dankt der Landesstelle für Museen Baden-Württemberg für die Förderung und das Vertrauen in die Arbeit des Vereins.
