Sonderausstellung 2026
"Spiele sind keine Simulation der Realität - sie sind Interpretationen von Gefühlen"
(Shigeru Miyamoto)
Highspeed & Highscore ... als die Pixel fahren lernten
Vor 140 Jahren, im Januar 1886, meldete Carl Benz, der aus Karlsruhe stammte, hier aufwuchs und studierte, seinen Motorwagen zum Patent an - das Automobil war erfunden! Bald darauf wurden mit den ersten Fahrzeugen Rennen gefahren. Auch bei Videospielen gilt: Kaum ein anderes Genre hat eine so lange Tradition wie die Rennspiele. Die Mischung aus Wettbewerb und kurzer Spieldauer, dazu ein eingängiges Spielprinzip - dies begeistert seit über 50 Jahren. Egal, ob Nürburgring, Pole Position, Out Run, Need for Speed oder Gran Turismo: Jede Generation hat ihre Favoriten.
Ab Januar 2026 präsentiert das Museum des RetroGames e.V. seine neue Sonderausstellung „Highspeed and Highscore“. Die Schau nimmt Besucherinnen und Besucher mit auf eine spannende Reise durch die Entwicklung des digitalen Rennsports. Von den ersten elektromechanischen Rennspielen bis zu den Klassikern der Spielhallen Ära.
Herzstücke der Ausstellung sind zwei echte Highlights: Der originale Nürburgring 1-Automat aus dem Jahr 1976 war eines der ersten Rennvideospiele überhaupt und das erste, das in Fahrerperspektive gespielt wurde. Auch zu sehen ist ein Pole Position-Sitdown-Automat, der mit seiner authentischen Cockpit-Optik die Spielhallenatmosphäre der 1980er Jahre wiederaufleben lässt.
„Mit dieser Ausstellung zeigen wir nicht nur die Entwicklung eines populären Genres, sondern auch, wie eng technische Innovation und Spielspaß in der Geschichte der Rennspiele verbunden sind“, so Kay Weidenmann, der gemeinsam mit Mario Berluti die Sonderausstellung federführend kuratiert hat. Viele der ausgestellten Exponate sind spielbar und laden Besucher dazu ein, von Januar bis Ende 2026 zu den regulären Öffnungszeiten selbst das Steuer zu übernehmen und persönliche Highscores aufzustellen.
Ein besonderes Highlight der Vernissage am 9. Januar 2026 war das Live-Interview mit Andreas Leicht. Er war Teil des Teams von Synetic, einem auf Rennspiele spezialisierten Softwareunternehmen, das den Markt um die Jahrtausendwende mit Spielen wie “Have a N.I.C.E. day!” mitgeprägt hat und bei dem die Pixel fahren lernten.
Die Sonderausstellung kann im Rahmen unserer regulären Öffnungszeiten bis Ende des Jahres 2026 besichtigen werden.
